Dieter Rahmann den 13.6.01

An der Bundesstr. 19

33829 Borgholzhausen

An die Gerichtskasse Bielefeld

z. Hd Herrn Fliegert

Guten Tag, Herr Fliegert, es geht mal wieder um I1124133301 und Ihren Brief vom 3.5.01. eigentlich finde ich es ja schade, Ihnen immer wieder dasselbe mitteilen zu müssen, da Sie offensichtlich nicht bereit sind, meine Stellungnahmen zur Kenntnis zu nehmen.

Aber, Herr Fliegert, ich bin ja nicht blöd und aus Ihren leider - so muß ich sagen - sehr schlecht recherchierten Stellungnahmen drängt sich einem unbedarften Leser der Eindruck auf, als meinten Sie, es mit mir mit einem ausgebufften Bösewicht zu tun zu haben, der die bundesdeutschen Behörden an der Nase heruführen und aus niederem Beweggründen besonders Ihnen die kostbare Zeit stehlen will, die ja eigentlich für höherwertige Beweggründe lieberer Bundesbürger zur Verfügung stehen sollte. So schreiben Sie, daß Sie vermuten, daß ich mit meinen Schriftsätzen das Geldeinziehungsverfahren nur verzögern will. Sie scheinen eine solche Strategie wohl für etwas ausgesprochen Böses zu halten.

Dazu ist folgendes zu sagen

Sie hätten gar nicht so drum herum zu schreiben müssen, denn es ist wirklich wahr und mich wunderts, daß Sie erst jetzt darauf kommen. Natürlich haben meine Schriftsätze das Ziel, die Zahlung hinauszuzögern. Was, geehrter Herr Fliegert, wird wohl sonst der Grund meiner Stundungsanträge sein, wenn nicht der Aufschub, sprich die Verzögerung von Zahlungen?Ich habs Ihnen ja wohl oft genug begründet, warum ich diesen Aufschub brauche.

Aus der Tatsache, daß Sie ein geschlagenes Jahr brauchen, meine Intention zu begreifen, zu schlußfolgern, meine Handlung hätte etwas negatives, ist wirklich negativ.

Bezogen auf inhaltliche Aussagen ist Ihr Brief traditionsgemäß mehr als dürftig. Widersprüchlich bezüglich Ihrer vergangenen Schriftsätze auch. Auch dieses hat bei Ihnen wohl Tradition. Ich hatte ja eigentlich gehofft, daß Sie Ihre mir gemachten Auflagen gemäß Ihrem Schreiben vom 29.12.00 entsprechend meinen dazu gemachten Vorschlägen als erfüllt oder zumindest als von mir erfüllbar ansehen aber nun fallen Sie selbst dahinter wieder zurück und gebärden sich so, als sei die ganze schriftliche Auseinandersetzung, die wir beide führten, komplett an Ihnen vorbeigegangen.

Ihr gönnerhafter Spruch, daß die Gerichtskasse bisher stets bemüht war, meine wirtschaftlichen Verhältnisse zu berücksichtigen, steht erstens im Widerspruch zu Ihrem Brief vom 20.3.01 in dem Sie schreiben, daß ungünstige wirtschaftliche Verhältnisse allein keine Stundung rechtfertigen und liest sich zweitens so, wie ein Zeugnis für einen Betriebsangehörigen, der aufgrund permanenten Zuspät-zur-Arbeit-Kommens gekündigt wurde. Dort heißt es dann ja auch , „er hat sich stets bemüht, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen“.

Soviel zunächst zu Ihren stetigen Bemühungen.

Ich habe Ihnen desweiteren einen Auszug aus dem Gerichtskostengesetz kopiert, dort steht schwarz auf weiß, daß bei gewährter Prozeßkostenhilfe ich von der Pflicht zur Zahlung der Gerichtskosten befreit bin. Damit dürften sich Ihre Bemühungen zur Zwangsvollstreckung ja wohl erübrigen.

Erholen Sie sich gut während der Gerichtsferien!

Tschüß



Zurück zur Dokumentenliste